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Politik und Zeitgeschehen


Bitte beachten Sie die unten angegebenen Hinweise zur Fachberatung.

Anmeldung möglich Deutschland und Italien - eine spannungsreiche Beziehung (Sprache: Italienisch ) (S21-1D901D)

Vortrag im Live-Stream

Do. 26.08.2021 18:00 - 19:30 Uhr
Dozent: Ulrich Ladurner

In Sonntagsreden wird die deutsch-italienische Beziehung gemeinhin als Idylle beschworen. In Wirklichkeit vernebeln gegenseitige Stereotypen und Vorurteile, Fehlinformation und Fake News, ja zuweilen Hass und Hetze, den Blick. Italien, seit Jahrhunderten Sehnsuchtsort der Deutschen, leidet an chronischen Krankheiten: Politische Instabilität, monströse Bürokratie, schwaches Wirtschaftswachstum, wachsender Brain Drain. Und Deutschland, im Bel Paese als das Land des Pflichtbewusstseins und der Systematik, als Lokomotive, die Italien mitzieht, respektiert, schwächelt. Die Corona-Krise legt bloß, was als Defizit schon lange am Fundament von Staat und Wirtschaft sägte: Überregulierung, Reformstau, marode Infrastruktur, mangelnde Digitalisierung.
Wir wollen den Nebel lichten, ein klares Bild schaffen und analysieren, ob und wie die Beziehung nachhaltig und zukunftsfähig gestaltet werden kann.
Ein Gespräch zwischen zwei Italienkennern, der eine Journalist, der andere Ökonom. Moderation: Sabine Seeger-Regling, ehem. Italienkorrespondentin und Beraterin für EU-Fragen.

Plätze frei Bundestagswahl und Geschlechterpolitik (H21-1D001)

Mi. 15.09.2021 17:30 - 19:00 Uhr
Dozentin: Michaela Burkard

"Männer und Frauen sind gleichberechtigt" heißt es im Grundgesetz. Trotz großer Fortschritte in den vergangenen Jahrzehnten gibt es heute noch viele gesellschaftliche Bereiche, in denen die Geschlechter noch keine vollständige Gleichberechtigung, Chancengleichheit und Selbstbestimmung erreicht haben. Auch auf Bundesebene wird Frauen- und Geschlechterpolitik gemacht: In den Bundesministerien und im Bundestag entstehen Regelungen, die sich auf unser Geschlechterverhältnis auswirken. Die Bundestagswahl im September 2021 ist deshalb auch aus der Geschlechterperspektive interessant.
Eine Mitarbeiterin des Autonomen Frauenzentrums Potsdam e.V. zeigt geschlechterpolitisch relevante Politikfelder auf, in denen konkrete Entscheidungen anstehen, zu denen Frauenverbände Forderungen für mehr Geschlechtergerechtigkeit formuliert haben. Ein weiteres Thema ist die Forderung nach einem ausgeglichenen Verhältnis der Geschlechter im Parlament. Brandenburg war das erste Bundesland mit einem Paritätsgesetz, das nach einem Urteil des Landesverfassungsgerichts jedoch wieder außer Kraft gesetzt wurde.

Plätze frei Deutschland vor der Wahl - Wie bunt wird unsere neue Regierung? (H21-1D003)

Mi. 22.09.2021 17:30 - 19:00 Uhr
Dozent: Thomas Schmidt

Schwarz-Grün, Grün-Schwarz, Kenia, Jamaica, Ampel? Kanzler oder Kanzlerin? Ist das Ergebnis der Bundestagswahl am 26.09.2021 schon am Wahlabend klar oder sorgen Überhangmandate plötzlich doch noch für Überraschungen? Wie zuverlässig sind Umfragen heute noch? Selten erschien eine Bundestagswahl so offen und variantenreich wie in diesem Jahr. Der Referent, langjähriger ARD-Korrespondent und Berichterstatter aus dem Hauptstadtstudio Berlin, erläutert Ihnen Hintergründe des aktuellen Urnengangs und beschreibt, warum in diesem Jahr vieles anders ist als in der Vergangenheit und welche Folgen bestimmte Konstellationen auf die Entwicklung in Deutschland und Europa haben könnten.

Anmeldung möglich Auf der Suche nach Eindeutigkeit (H21-1D103D)

Vortrag im Live-Stream

Mi. 22.09.2021 19:30 - 21:00 Uhr
Dozent: Thomas Bauer

Während die Welt immer komplexer wird, ist gleichzeitig - nicht nur in westlichen Gesellschaften - ein Rückgang an Ambiguitätstoleranz festzustellen. Die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, Ungewissheiten zu ertragen, andere Sichtweisen gelten zu lassen, ist offensichtlich weltweit im Schwinden begriffen.
Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesellschaft, etwa auf die Akzeptanz von Demokratie, sondern auch auf jene Bereiche der Kultur, die auf Ambiguitätstoleranz angewiesen sind, ja dazu beitragen könnten diese in der Gesellschaft zu stärken wie Theater, Kunst und Musik. Auch ein auf möglichst schnelle und effiziente Ausbildung gerichtetes Bildungssystem lässt immer weniger Raum für spielerische Kreativität.
Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und ein renommierter Islamwissenschaftler. 2013 wurde er von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet.

Plätze frei Potsdamer Konferenz 1945. Die Neuordnung der Welt (H21-1A001)

Kuratorenführung zur Ausstellung

Fr. 01.10.2021 16:00 - 18:00 Uhr
Dozent: Matthias Simmich

Im Sommer 1945 wurde im Schloss Cecilienhof Weltgeschichte geschrieben: Auf der Potsdamer Konferenz vom 17. Juli bis zum 2. August berieten die Vertreter der Siegermächte Truman, Stalin und Churchill (später Attlee) über die Zukunft Deutschlands und diskutierten die territoriale Neuordnung in Europa und der Welt. Der in Potsdam beschlossene Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki zur Beendigung des Pazifikkrieges leitete das atomare Wettrüsten und den Beginn des Atomzeitalters ein. Vor dem Hintergrund des einsetzenden "Kalten Krieges" wurden Einflusszonen zwischen Ost und West abgesteckt, die auch nach 75 Jahren die Welt von heute prägen.
Sie erhalten einen Einblick in die Konzeption und Gestaltung der Ausstellung und bekommen Hintergrundinformationen zu Exponaten und Personen.

Anmeldung möglich Was heißt Provinz? Und gibt es sie noch in Deutschland? (H21-1B104D)

Vortrag im Live-Stream

Mo. 11.10.2021 19:30 - 21:00 Uhr
Dozent: Prof. Hans Ulrich Gumbrecht

Die Provinz hat keinen guten Ruf. Sie gilt als verschlafen, rückständig und piefig. »Provinziell« zu sein, lässt sich daher niemand gerne nachsagen.
Wer hip, modern sein und am Puls der Zeit leben will, muss sich in Berlin oder einer der Metropolen dieser Welt herumtreiben.
Vergessen wird jedoch oft, dass das geistige und kulturelle Leben Deutschlands jahrhundertelang in der Provinz stattfand und bis heute stattfindet - man denke nur an Weimar, Heidelberg, Tübingen oder Marburg. Eine Metropole gab es lange Zeit nicht. Die Provinz war Ort des Aufbruchs, des intellektuellen und wirtschaftlichen, aber auch des erotischen, wie die französische Literatur des 19. Jahrhunderts belegt.
Ist die Provinz vielleicht doch besser als ihr Ruf?

Prof. Hans Ulrich Gumbrecht ist Literaturwissenschaftler an der Universität Stanford

Anmeldung möglich Unser Gesundheitssystem - "fair und effizient" (H21-1D101D)

Vortrag im Live-Stream

Di. 19.10.2021 19:30 - 21:00 Uhr
Dozent: Prof. Dr. Dr. Karl Lauterbach

Die Corona Krise hat uns deutlich vor Augen geführt, dass Pandemien nur global bekämpft werden können. Unabhängig vom Einkommen muss jede/r Zugang zu Medikamenten oder Impfstoffen bekommen. Dies ist aus ethischen Gründen aber auch aus Nützlichkeitsüberlegungen erforderlich. Doch wie kann ein Gesundheitssystem fairer und effizienter gestaltet werden? Durch welche Anreize kann auch die Pharmaindustrie hier einbezogen werden, ohne die die Entwicklung von Medikamenten oder Impfstoffe undenkbar wäre? Diese Fragen diskutieren der Politiker Karl Lauterbach und der Philosoph Thomas Pogge.
Prof. Dr. Dr. Karl Lauterbach ist Mediziner und Gesundheitsökonom. Er ist Mitglied der SPD und seit 2005 Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Von 1992 bis 1993 war er Fellow der Harvard Medical School.
Prof. Dr. Thomas Pogge ist Professor für Philosophie und internationale Angelegenheiten (Philosophy and International Affairs) an der Yale University.

Anmeldung möglich Die Wiedererfindung der Nation (H21-1D105D)

Vortrag im Live-Stream

Fr. 29.10.2021 19:30 - 21:00 Uhr
Dozentin: Prof. Aleida Assmann

Bei Intellektuellen steht der Begriff der Nation unter Generalverdacht. Doch wer sagt denn, dass Nation automatisch ethnische Homogenität und eine "Volksgemeinschaft" bedeutet, die andere ausschließt?
Das ist die Sicht von Rechtsextremen, die den aufgegebenen Nationsbegriff inzwischen für sich erobert haben. Doch lässt sich nicht auch eine Form von Nation (wieder)finden, die sich als demokratisch, zivil und divers versteht und sich solidarisch auf die gewaltigen Zukunftsaufgaben einstellen kann? Diese und viele weiteren Fragen diskutieren die Literaturwissenschaftlerin Aleida Assmann, die 2018 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde, und der Politikwissenschaftler Herfried Münkler.

Plätze frei Die Coronakrise als Gerechtigkeitskrise (H21-1D107)

Do. 04.11.2021 17:30 - 20:45 Uhr
Dozentin: Simon Jakob

Covid-19 ist nicht nur eine Gesundheits- und Wirtschaftskrise, sondern auch eine Gerechtigkeitskrise. Wie wurden und werden durch die Corona-Maßnahmen globale Ungerechtigkeiten verstärkt? Was hat die Entstehung und die Verbreitung des Virus mit Umweltgerechtigkeit zu tun? Wer bekommt Zugang zu Impfstoff und medizinischer Versorgung? Welche gesellschaftlichen Machtverhältnisse wurden durch Corona verschärft? Mit interaktiven Input- und Diskussionsmethoden können die Teilnehmer*innen ihre Perspektive einbringen und die durch die Pandemie ausgelösten Ungerechtigkeiten reflektieren.

Anmeldung möglich Femizide - Warum Männer Frauen töten und was wir dagegen tun müssen (H21-1A909D)

Vortrag im Live-Stream

Do. 25.11.2021 19:30 - 21:00 Uhr
Dozentin: Margherita Bettoni

Jeden Tag versucht in Deutschland ein Mann, seine Frau umzubringen. Alle drei Tage wird eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Hinzu kommen die Morde an Frauen durch ihnen unbekannte Täter.
Diese Verbrechen sind keine Ehrenmorde oder Beziehungstaten, sondern Femizide: Morde, die an Frauen verübt werden, weil sie Frauen sind.
Die Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts ist auch bei uns ein ernsthaftes gesamtgesellschaftliches Problem. Als Familientragödien verharmlost, bleiben viele Frauenmorde verborgen und verdecken die patriarchalen Macht- und Gewaltmuster, die sich tief durch unsere Gesellschaft ziehen.

Margherita Bettoni ist Investigativjournalistin mit den Schwerpunkten Organisierte Kriminalität und sexualisierte Gewalt. Sie ist Co-Autorin der Bücher »Die Mafia in Deutschland. Kronzeugin Maria G. packt aus« (Econ, 2017) und »Corona: Geschichte eines angekündigten Sterbens« (dtv, 2020).
Für ihre Recherchen hat sie den Marlies-Hesse-Nachwuchspreis, den Migration Media Award und den Grimme Online Award gewonnen.

Anmeldung möglich Chinas große Umwälzung:Soziale Konflikte und Aufstieg im Weltsystem (H21-1D901D)

Vortrag im Live-Stream

Fr. 10.12.2021 19:30 - 21:00 Uhr
Dozent: Felix Wemheuer

Der gegenwärtige Aufstieg der Volksrepublik China führt zu einer Neuordnung der globalen Machtverhältnisse. Auch innerhalb des Landes haben sich durch die wirtschaftliche Entwicklung Klassen- und Geschlechterverhältnisse grundlegend verändert. Jedes Jahr verlieren Millionen von Bäuerinnen und Bauern ihr Land, und neue Klassen von freien Lohnarbeiteri*nnen und von Kapitalisti*nnen sind entstanden. Streiks, ländliche Unruhen und ethnische Konflikte sind die Folge.
Felix Wemheuer untersucht außerdem Chinas große Transformation im Kontext globaler Trends von Entkolonialisierung, Kaltem Krieg und dem Siegeszug des neoliberalen Kapitalismus. Rückständigkeit zu überwinden und den Westen wirtschaftlich einzuholen, war und ist ein zentrales Ziel der chinesischen Führung. Er geht der Frage nach, ob China das Weltsystem grundlegend verändert oder selbst zu einem neuen kapitalistischen Zentrum aufsteigt. Welchen Charakter hat die heutige chinesische Gesellschaft?
Felix Wemheuer ist Professor für Moderne China-Studien an der Universität zu Köln. Zuvor war er Gastwissenschaftler an der Harvard University und studierte "Geschichte der KPCh" an der Volksuniversität in Beijing.

Anmeldung auf Warteliste Schule in Zeiten von Corona - was kosten die Schulschließungen? (H21-1D903D)

Vortrag im Live-Stream

Mo. 20.12.2021 19:30 - 21:00 Uhr
Dozentin: Dr. Katharina Werner

Die Corona-Pandemie hat Deutschland seit dem Frühjahr 2020 fest im Griff. Eine zentrale Maßnahme zur Verlangsamung der Ausbreitung des Corona-Virus war von Beginn an die Schließung von Schulen. Studien zeigen, dass sich die Lernzeit der Schüler*innen durch Schulschließungen drastisch verringert, besonders für leistungsschwächere Schüler*innen.
Welche kurz- und langfristigen Konsequenzen haben die Schulschließungen für die betroffenen Schüler*innen und das deutsche Bildungssystem insgesamt?
Wie ist der Forschungsstand zu den ökonomischen Folgen der coronabedingten Schulschließungen?

Dr. Katharina Werner ist Ökonomin und arbeitet derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am ifo Zentrum für Bildungsökonomik in München. Ihre Forschung beschäftigt sich unter anderem mit Fragen der Bildungsfinanzierung und Bildungsungleichheit.

Plätze frei Deutschland nach der Wahl - Aufbruch, Stillstand oder Kurswechsel? (W22-1D005)

Do. 13.01.2022 17:30 - 19:00 Uhr
Dozent: Thomas Schmidt

Deutschland hat gewählt. Wo steht es nun, nach den (oder während der noch laufenden) Koalitionsverhandlungen? Innenpolitisch, in Europa, in der Welt? Die neue Regierungskoalition muss sich alten Herausforderungen stellen: Dem Erstarken des rechten Populismus, der Grossmannssucht der Putin-Autokratie, dem virulenten Expansionismus der Volksrepublik China. Wie steht es um die Zukunft der NATO? Wieviel Sicherheit kann eine Allianz mit den innenpolitisch zunehmend instabilen USA noch bieten? Der Referent, langjähriger ARD-Korrespondent und Berichterstatter aus dem Hauptstadtstudio Berlin, betrachtet mit Ihnen einige der großen Themen, die nach den langen Merkel-Jahren angegangen werden müssten.

Anmeldung möglich Religion und Nation in den USA (W22-1D901D)

Vortrag im Live-Stream

Do. 20.01.2022 19:30 - 21:00 Uhr
Dozent: Prof. Michael Hochgeschwender

Trotz der verfassungsmäßigen Trennung von Staat und Kirche haben Religionen das Werden der USA von Beginn an mitbestimmt. Weder die Amerikanische Revolution noch der Aufbau der neuen Republik wären ohne die Mitwirkung evangelikaler und liberaler Protestanten denkbar gewesen. Seit den 1850er Jahren kam dann eine politisch zunehmend bedeutsame katholische Minderheit hinzu. In diesem Vortrag wird der historischen Bedeutung der verschiedenen christlichen Religionsgemeinschaften nachgespürt und auf deren aktuelle Rolle eingegangen.
Michael Hochgeschwender ist Professor für Nordamerikanische Kulturgeschichte an der LMU München und zählt zu den besten Kennern der USA. Bei C.H. Beck hat er zuletzt "Die Amerikanische Revolution: Geburt einer Nation" veröffentlicht.

Plätze frei Männer- und Frauenrollen in der arabischen Welt (W22-1D109)

Do. 27.01.2022 17:30 - 20:45 Uhr
Dozentin: Ulrike Wolf

Mit dem Zuzug vieler Geflüchteter sind auch Geschlechterrollen anderer Kulturen stärker ins Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit gerückt. Das ist häufig verbunden mit Irritationen und Emotionen auf beiden Seiten: Wo hört die Gleichberechtigung auf, und was bedeutet Gleichberechtigung in diesem Kontext? Wie sehen Frauen- und Männerrollen in der arabischen Welt aus, wo gibt es typische Unterschiede zu hiesigen Vorstellungen? Sind islamische Frauen mit Kopftuch unterdrückt? In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit den Rollen von Mann und Frau im arabischen Raum und versuchen, auf diese Fragen erste Antworten zu geben.

Plätze frei Europa nach der Bundestagswahl (W22-1D007)

Do. 10.02.2022 17:30 - 19:00 Uhr
Dozent: Wolfgang Balint

Die Ära Merkel ist vorbei. Was bedeutet das Wahlergebnis vom 26. September 2021 für Europa und vor allem für Brandenburg? Macht jeder Mitgliedstaat in der Pandemiebekämpfung, was er für richtig hält? Wie werden die Gelder des Wiederaufbaufonds, immerhin 750 Millarden Euro, eingesetzt? Diese Fragen beantwortet Ihnen der Vorsitzende der Europa Union Brandenburg. Sie erfahren außerdem, ob wir weiterhin darauf angewiesen sind, dass sich immer alle Mitgliedstaaten einigen oder ob es auch andere Wege gibt.

Plätze frei Freimaurerinnen in Deutschland (W22-1D111)

Do. 24.02.2022 17:30 - 19:00 Uhr
Dozentin: Charlotte Berndt

Mit der Gründung von Frauenlogen haben Frauen seit 1949 in Deutschland die Tradition freimaurerischen Arbeitens übernommen. Inzwischen gibt es mehr als 600 Freimaurerinnen in 32 Logen. Ein aufgeklärtes Denken und Handeln, Weltoffenheit, Toleranz, eine gute Diskussionskultur und die Freude an menschlichen Begegnungen und geistigen Auseinandersetzungen spielen in den Logen eine wichtige Rolle. Im Jahr 2012 wurde die erste Frauenloge auf dem Gebiet der ehemaligen DDR in Potsdam gegründet. Lassen Sie sich aus erster Hand von den engagierten Mitgliedern und der "Meisterin vom Stuhl" der Potsdamer Freimaurerinnenloge "Märkisches Mosaik" etwas über die Geschichte, Inhalte, Ziele der Loge sowie über Rituale und deren Bedeutung erzählen.

Plätze frei Populismus - Was ist das eigentlich? (W22-1D113)

Mi. 09.03.2022 17:30 - 20:45 Uhr
Dozentin: Ulrike Wolf

Populistische Denkmuster und Parolen sind verführerisch, und wer sich ihnen entgegenstellen will, kann sich sehr schnell sehr hilflos fühlen. Warum ist das so? Ausgehend von den "Stammtischparolen", die den Teilnehmenden schon begegnet sind, erarbeiten wir im Workshop Strukturen und Merkmale populistischer Denkweisen. Damit werden Voraussetzungen geschaffen, in beruflichen wie privaten Situationen Populismus schneller zu erkennen und besser auf Populisten reagieren zu können. Thematisiert werden ebenso einige strategische und rhetorische Möglichkeiten im Umgang mit populistischen Parolen.

Plätze frei Frauen: Die oft unsichtbare Mehrheit (W22-1D115)

Mi. 23.03.2022 17:30 - 19:00 Uhr
Dozentin: Michaela Burkard

Freiräume für Frauen und Mädchen zu schaffen sowie gegen Sexismus und Gewalt an Frauen in der Gesellschaft einzutreten, sind zentrale Aufgaben des Autonomen Frauenzentrums Potsdam e.V. Neben dem Frauenzentrum selbst betreibt der Verein in Potsdam ein Frauenhaus, eine Frauennotwohnung, eine Beratungsstelle und einen Mädchentreff; alle diese Bereiche wirken auch politisch in die Stadt hinein. Wie dringend brauchen wir heute noch diese frauenpolitische Arbeit? Wie sieht es mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen in Potsdam aus und warum sind Frauen, obwohl sie zahlenmäßig in der Mehrheit sind, oft so wenig sichtbar? In diesem Vortrag mit Diskussion erfahren Sie mehr über die Arbeit des Frauenzentrums und die Situation von Frauen in Potsdam. Außerdem erfahren Sie, warum ein Frauenhaus nicht nur ein Ort für Opfer von Gewalt, sondern auch für starke Frauen ist.

Plätze frei Geschlechterrollen hinterfragen - ein Workshop für Frauen* (W22-1D117)

Sa. 26.03.2022 10:00 - 13:15 Uhr
Dozentin: Michaela Burkard

In diesem Workshop geht es darum, die eigene Position als Frau in der Gesellschaft näher zu betrachten: Was bedeuten für uns Glück und Erfolg? Und wie sind diese Vorstellungen durch Rollenerwartungen an uns als Frauen* geprägt?
Gemeinsam wollen wir untersuchen, wie sich diese Rollenerwartungen auf uns auswirken, und wie wir diese oft selbst weitertragen. Durch das Sichtbarmachen und Reflektieren meist unbewusster Annahmen und Erwartungen wollen wir dazu kommen, uns in unserer Vielfalt und Verschiedenheit mehr anzuerkennen, wertzuschätzen und äußeren Druck abzubauen. Kein Weg ist vorgegeben und jede Frau* ist anders. Auf der Suche nach uns selbst können wir uns gegenseitig unterstützen. So kann jede individuell herauszufinden, was ihr im Leben wirklich wichtig ist. Anregungen gibt es dafür von einer Mitarbeiterin des Frauenzentrums Potsdam e.V.

Plätze frei Was bringt uns die Europäische Union? (F22-1D121)

Mi. 11.05.2022 17:30 - 19:00 Uhr
Dozent: Wolfgang Balint

Europäisches Parlament, EU-Rettungsschirm, Wettbewerbsregeln, Verbraucherschutz, Agrarsubventionen - viele Verordnungen der Europäischen Union bestimmen unser alltägliches Leben. Ist die EU ein Bürokratiemonster oder handeln dort lauter kluge Köpfe in unserem Interesse? Wohin fließt unser Geld und was genau machen die Kommission, der Ministerrat und der Rat der Regionen? In diesem Vortrag des Vorsitzenden der Europa Union Brandenburg lernen Sie die EU und ihre Institutionen besser kennen und verstehen. Außerdem haben Sie Gelegenheit zur Diskussion darüber, ob bzw. warum Brüssel für Brandenburg wichtig ist.




Fachberatung

Manuela Peglow
(Fachbereichsleitung)
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Sabine Kammin
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