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Stadt und Geschichte


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Anmeldung möglich Warum es kein islamisches Mittelalter gab-Das Erbe in der Antike und der Orient (W21-1A415D)

Vortrag im Live-Stream

Fr. 15.01.2021 19:30 - 21:00 Uhr
Dozentin: Thomas Bauer

Vortrag im Live-Stream
Dem Islam wird gerne vorgeworfen, er sei im Mittelalter stecken geblieben. Was aber, wenn es gar kein islamisches Mittelalter gab? Thomas Bauer zeigt an zahlreichen Beispielen, wie in der islamischen Welt die antike Zivilisation mit florierenden Städten und Wissenschaften weiterlebte, während im mittelalterlichen Europa nur noch Ruinen an eine untergegangene Kultur erinnerten.

Jahrhundertelang waren im Orient die antiken Städte lebendig, mit Bädern, Kirchen, Moscheen und anderen steinernen Großbauten, während sie in Europa zu Ruinen verfielen. Ärzte führten die Medizin Galens fort, Naturwissenschaften und Liebesdichtung blühten auf. Kupfermünzen, Dachziegel, Glas: Im Alltag des Orients gab es lauter antike Errungenschaften, die Mitteleuropäer erst zu Beginn der Neuzeit (wieder) neu entdeckten. Thomas Bauer schildert in dem Vortrag, wie die antike Kultur von al-Andalus über Nordafrika und Syrien bis Persien fortlebte und warum das 11. Jahrhundert in ganz Eurasien, vom Hindukusch bis Westeuropa, eine Zäsur bildet, auf die in der islamischen Welt bald die Neuzeit folgte. Er widerlegt damit überzeugend die eingespielten Epochengrenzen und rückt eingefahrene Sichtweisen auf Orient und Okzident zurecht.
Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und ein renommierter Islamwissenschaftler. 2013 wurde er von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013 mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet.

Plätze frei Auf den Spuren der Vorfahren (W21-1A417)

Eine Einführung in die Ahnenforschung

Fr. 15.01.2021 (16:30 - 18:00 Uhr) - Fr. 22.01.2021
Dozent: Dr. Johannes Leicht

Wer waren meine Urgroßeltern? Und wo lebten deren Eltern und Großeltern? Familiengeschichtliche Forschungen haben wieder Konjunktur. In diesem Einsteigerkurs erlernen Sie geeignete Arbeitsmethoden zur selbstständigen Ahnenforschung und nützliches Handwerkszeug für erfolgreiche Recherchen. Sie lernen die wichtigsten genealogischen Quellen sowie ihre digitale oder analoge Benutzung kennen. Auch wer seine Ergebnisse sachgerecht sichern und ansprechend präsentieren können möchte, ist hier richtig.

Plätze frei Von der ersten Klappe zur UNESCO-City of Film (W21-1B510)

Einführungsvortrag

Mi. 10.02.2021 17:30 - 20:45 Uhr
Dozent: Sebastian Stielke

Ende 2019 hat die UNESCO in Paris die Landeshauptstadt Potsdam in das "Creative Cities Network" aufgenommen. Damit ist Potsdam die erste und einzige UNESCO-Filmstadt in Deutschland. Nationale und internationale Filme und Serien sowie vernetze Kooperationen und Erfindungen kommen immer häufiger aus Potsdam.
In diesem Einführungsvortrag geht es um die spannende Entwicklung von der ersten Klappe in Babelsberg über die Unternehmen Bioscop, Ufa und DEFA bis zum heutigen Studio Babelsberg in der Medienstadt und der Bedeutung Potsdams als "City of Film". Freuen Sie sich auf bewegende Geschichten und Anekdoten sowie bahnbrechende Erfindungen aus Potsdam.

Plätze frei Urgroßmutters Briefe lesen - die altdeutsche Schrift (W21-1A419)

Einführung in die altdeutsche Schrift

Mi. 17.02.2021 (17:15 - 19:45 Uhr) - Mi. 03.03.2021
Dozent: Sebastian Joneleit

Sie besitzen handschriftliche Rezepte, Tagebücher oder Feldpost, die Sie nicht entziffern können? Sie erforschen ein historisches Thema oder begeben sich auf familiäre Spurensuche, stoßen aber nur auf Dokumente, die Ihnen noch mehr Rätsel aufgeben? Viele Quellen aus der Zeit von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges sind handschriftlich verfasst. In diesem Kurs erhalten Sie die Grundlage für ein erfolgreiches Quellenstudium. Ausgehend von einzelnen Buchstaben und Wörtern lesen wir schließlich ganze Texte in Sütterlin, wie es bis 1941 gelehrt wurde. Sie bekommen Lesepraxis und Tipps zum Erlernen geeigneter Techniken. Außerdem lernen Sie die alten deutschen Handschriften Kurrent und Kanzleischrift kennen.

Plätze frei Potsdam für Einsteiger (W21-1B304)

Eine Reihe für "neue" und "alte" Potsdamer

Fr. 19.02.2021 (17:30 - 20:45 Uhr) - Sa. 06.03.2021
Dozentin: Birgit Ritschel

Sind Sie erst vor Kurzem nach Potsdam gezogen oder haben endlich die Gelegenheit, sich mit Ihrer Heimatstadt näher vertraut zu machen? Dann sind Sie in diesem fünfteiligen Kurs genau richtig!
Hier finden Sie die Antworten darauf, in welchen Schritten sich die Stadt entwickelt hat und wie die Hohenzollern sie beeinflussten. Sie erfahren, warum es in Potsdams Innenstadt auffällig breite Straßen und großzügige Freiflächen gibt oder warum die heutige Flaniermeile nicht das historische Zentrum ist. Aber auch die spannende Geschichte der Vorstädte kommt nicht zu kurz. Es wird erzählt, wie aus Obst- und Gemüseanbaugebieten vornehme Villenviertel entstanden, wann der südamerikanische Chimborazo einem Potsdamer Berg seinen Namen gab und was der Engländer John Barnett Humphrey mit dem Kulturstandort Schiffbauergasse zu tun hat.
Passend zur Jahreszeit werden im Dezember zusätzlich Weihnachtsgeschichten vom königlichen Hof und aus dem Potsdamer Alltag erzählt.

04.12.2020 / 17:30 - 20:45 Uhr / VHS im Bildungsforum
05.12.2020 / 10:00 - 12:15 Uhr / Treff: Obelisk Alter Markt
06.12.2020 / 10:00 - 12:15 Uhr / Treff: Schloss Cecilienhof
11.12.2020 / 17:30 - 20:45 Uhr / VHS im Bildungsforum
12.12.2020 / 10:00 - 12:15 Uhr / Wasserturm Restaurant am Hauptbahnhof/Friedrich-Engels-Straße

19.02.2021 / 17:30 - 20:45 Uhr / VHS im Bildungsforum
20.02.2021 / 10:00 - 12:15 Uhr / Treff: Obelisk Alter Markt
21.02.2021 / 10:00 - 12:15 Uhr / Treff: Schloss Cecilienhof
05.03.2021 / 17:30 - 20:45 Uhr / VHS im Bildungsforum
06.03.2021 / 10:00 - 12:15 Uhr / Wasserturm Restaurant am Hauptbahnhof / Friedrich-Engels-Straße

Plätze frei Unglücksfälle und Katastrophen - Verschwiegene Skandale in der DDR (W21-1A305)

Do. 25.02.2021 17:30 - 19:00 Uhr
Dozentin: Tanja Stern

Vertuscht, verschwiegen, verborgen - in der positiven Welt des Sozialismus durfte es keine Skandale geben. Niemand wusste, dass ein kleiner Ort in Brandenburg 1977 beinahe zu einem Tschernobyl für Mitteleuropa geworden wäre. Niemand sprach darüber, dass durch den Fehler eines ehrgeizigen Arztes Tausende von jungen Müttern mit Hepatitis C infiziert wurden. Und niemand erfuhr, wie es zum Untergang des Öltankers "Böhlen" gekommen war. Erst nach der Wende wurden diese Ereignisse erforscht und aufgearbeitet - Ereignisse, die sich hinter den Kulissen einer als heil gepriesenen Welt abspielten und die DDR-Medien nie erreichten.

Plätze frei Auguste Victoria - Deutschlands letzte Kaiserin (W21-1K610)

Mi. 10.03.2021 17:30 - 19:00 Uhr
Dozent: Jörg Kirschstein

Im April 2021 jährt sich der Todestag der letzten deutschen Kaiserin Auguste Victoria (1858 - 1921) zum 100. Mal. Als Gemahlin Kaiser Wilhelms II. war sie für Jahrzehnte, von 1888 bis 1918, die erste Dame im Staat. Auguste Victoria erfreute sich im Volk durch ihr ausgeprägtes karitatives Engagement und ihrem - nach den damaligen Maßstäben - vorbildlichen Familienleben einer großen Beliebtheit. In dieser Zeit förderte sie den Bau von zahlreichen Kirchen und sozialen Einrichtungen. Im Laufe ihrer Ehe entwickelte sie sich von einem schüchternen "Landmädel" zu einer starken Persönlichkeit, die es vermochte, dem Kaiser, besonders in seiner ausweglosen Situation während des Ersten Weltkrieges, Halt zu geben.

Plätze frei Justizskandale in der DDR (W21-1A307)

Do. 25.03.2021 17:30 - 19:00 Uhr
Dozentin: Tanja Stern

Die DDR-Justiz galt explizit als Instrument des politischen Systems und hatte in dessen Dienst zu funktionieren. Berüchtigt waren die großen Schauprozesse gegen Volksfeinde oder Westspione, die besonders in den frühen Jahren der DDR die Macht des Sozialismus demonstrieren sollten. Doch es gab auch streng geheime Justizverfahren und Willkürurteile, die man selbst den nächsten Angehörigen der Opfer verschwieg. An ausgewählten Beispielen wird in diesem Vortrag dargelegt, wie unter dem Druck des staatlichen Gebots, die Feinde des Sozialismus so drakonisch wie möglich zu bestrafen, die Gerechtigkeit auf der Strecke blieb.

Plätze frei Babelsberg schreibt Filmgeschichte (F21-1B721)

Mi. 21.04.2021 (18:00 - 20:30 Uhr) - So. 25.04.2021
Dozent: Sebastian Stielke

Sie haben den Einführungsvortrag besucht und wollen tiefer in die Thematik eintauchen? Dann ist diese dreiteilige Veranstaltungsreihe für Sie richtig. Sie erfahren viele Hintergründe aus der über 100-jährigen Filmgeschichte des ältesten Filmstudios der Welt und über die frisch gekürte "City of Film Potsdam".

Mittwoch 21.04.2021, 18:00 - 20:15 Uhr
Besuch der ständigen Ausstellung "Traumfabrik. 100 Jahre Film in Babelsberg" im Filmmuseum. Mit zahlreichen Geschichten und überraschenden Hintergründen tauchen Sie interaktiv und anhand vieler Originalteile in die wechselvollen Zeiten des Babelsberger Filmgeländes ein.
Veranstaltungsort: Filmmuseum Potsdam, Treffpunkt Foyer/Kassenbereich (Breite Straße 1a)
Eintritt in die Ausstellung: 3,00 Euro bar vor Ort

Samstag, 24.04.2021, 10:00 - 12:15 Uhr
Führung durch die Medienstadt Babelsberg: Sie lernen die Unterschiede zwischen Studio Babelsberg, Filmpark Babelsberg und weiteren Institutionen kennen und erfahren Details zur Historie und Zukunft des Films "Made in Babelsberg", der Medienstadt und dem Digital Hub.
Treffpunkt: Babelsberg, Kreuzung Stahnsdorfer Straße /Ecke August-Bebel-Straße

Sonntag, 25.04.2021, 10:00 - 12:15 Uhr
Bei einem Besuch des Viertels der Stars und Sternchen, der Villenkolonie Neubabelsberg, erfahren Sie alles über deren Entwicklung, Architektur, berühmte Namen und Geschehnisse aus Film, Wirtschaft, Politik, Architektur und Kultur und die "City of Film Potsdam".
Treffpunkt: Bahnhof Griebnitzsee, Ausgang Wasserseite/Vorplatz Rudolf-Breitscheid-Straße 201

Anmeldung möglich Potsdamer Konferenz 1945. Die Neuordnung der Welt (F21-1A206)

Kuratorenführung im Schloss Cecilienhof

Fr. 23.04.2021 16:00 - 18:00 Uhr
Dozent: Matthias Simmich

Im Sommer 1945 wurde im Schloss Cecilienhof Weltgeschichte geschrieben: Auf der Potsdamer Konferenz vom 17. Juli bis zum 2. August berieten die Vertreter der Siegermächte Truman, Stalin und Churchill (später Attlee) über die Zukunft Deutschlands und diskutierten die territoriale Neuordnung in Europa und der Welt. Der in Potsdam beschlossene Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki zur Beendigung des Pazifikkrieges leitete das atomare Wettrüsten und den Beginn des Atomzeitalters ein. Vor dem Hintergrund des einsetzenden "Kalten Krieges" wurden Einflusszonen zwischen Ost und West abgesteckt, die auch nach 75 Jahren die Welt von heute prägen.
Sie erhalten einen Einblick in die Konzeption und Gestaltung der Ausstellung und bekommen Hintergrundinformationen zu Exponaten und Personen.

Plätze frei Geschichte(n) hinter Straßennamen und "FrauenOrten" (F21-1B806)

Do. 06.05.2021 17:30 - 19:45 Uhr
Dozentin: Dörthe Kuhlmey

Die Namensgebung rund um den Alten Markt sorgte im Herbst 2019 für Aufsehen, Diskussion und Entscheidungsfindung! Wer waren die politisch engagierten Frauen, nach denen jetzt Straßen benannt werden?
Ein ganzes Stadtviertel hat sie bereits: Richarda Huch, Nelly Sachs, Marie Juchacz sind als Straßennamen im Kirchsteigfeld fest verankert. Wir beleuchten diese bedeutenden Persönlichkeiten und laufen gemeinsam los, um Frauenschicksale im Potsdamer Innenstadtbild kennenzulernen - eine Zeitreise der besonderen Art! Oft werden diese Orte übersehen oder liegen im Verborgenen. Durch viel persönliches Engagement wurden sie vor zehn Jahren erstmals durch "FrauenOrte"-Tafeln im Land Brandenburg sichtbar und erlebbar gemacht. Von der Seidenkultivateurin bis hin zur Stifterin des ersten Schwimmbades von Potsdam findet sich viel Spannendes, Nachdenkenswertes und Anregendes für Frauen (und Männer)! Die Veranstaltung startet mit einem kleinen Vortrag, dann geht es mit einem Stadtspaziergang weiter.




Fachberatung

Dr. Ulrike Hasemann-Friedrich
(Fachbereichsleitung)
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Melanie Ferslev-Richter
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