Ist der Islam im Mittelalter stecken geblieben? (c) pixabay

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Warum es kein islamisches Mittelalter gab


Erfahren Sie mehr über das Erbe der Antike und den Orient!


Dem Islam wird gerne vorgeworfen, er sei im Mittelalter stecken geblieben. Was aber, wenn es gar kein islamisches Mittelalter gab? Sie erfahren an zahlreichen Beispielen, wie in der islamischen Welt die antike Zivilisation mit florierenden Städten und Wissenschaften weiterlebte, während im mittelalterlichen Europa nur noch Ruinen an eine untergegangene Kultur erinnerten.


Jahrhundertelang waren im Orient die antiken Städte lebendig, mit Bädern, Kirchen, Moscheen und anderen steinernen Großbauten, während sie in Europa zu Ruinen verfielen. Ärzte führten die Medizin Galens fort, Naturwissenschaften und Liebesdichtung blühten auf. Kupfermünzen, Dachziegel, Glas: Im Alltag des Orients gab es lauter antike Errungenschaften, die Mitteleuropäer erst zu Beginn der Neuzeit (wieder) neu entdeckten.

 

 

Sie erfahren, wie die antike Kultur von al-Andalus über Nordafrika und Syrien bis Persien fortlebte und warum das 11. Jahrhundert in ganz Eurasien, vom Hindukusch bis Westeuropa, eine Zäsur bildet, auf die in der islamischen Welt bald die Neuzeit folgte. Er widerlegt damit überzeugend die eingespielten Epochengrenzen und rückt eingefahrene Sichtweisen auf Orient und Okzident zurecht.  

Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und ein renommierter Islamwissenschaftler. 2013 wurde er von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013 mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet.

Wann? Montag, 20. September 2021, um 18:00 Uhr (Anmeldung bis 15 Uhr des Vortragstages)

Die Teilnahme ist kostenlos! Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung.


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