Programm | Programm | Mensch und Gesellschaft | Stadt und Geschichte

Stadt und Geschichte


Bitte beachten Sie die unten angegebenen Hinweise zur Fachberatung.

Vertuscht, verschwiegen, verborgen - in der positiven Welt des Sozialismus durfte es keine Skandale geben. Niemand wusste, dass ein kleiner Ort in Brandenburg 1977 beinahe zu einem Tschernobyl für Mitteleuropa geworden wäre. Niemand sprach darüber, dass durch den Fehler eines ehrgeizigen Arztes Tausende von jungen Müttern mit Hepatitis C infiziert wurden. Und niemand erfuhr, wie es zum Untergang des Öltankers "Böhlen" gekommen war. Erst nach der Wende wurden diese Ereignisse erforscht und aufgearbeitet - Ereignisse, die sich hinter den Kulissen einer als heil gepriesenen Welt abspielten und die DDR-Medien nie erreichten.

Anmeldung möglich Friedensprojekt Europa? (W21-1A604D)

Vortrag im Live-Stream

Do. 04.03.2021 19:30 - 21:00 Uhr
Dozent: Prof. Hans Joas

Ist der stabile Frieden in Europa gefährdet? Zwischen den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wird aus guten Gründen der Frieden zu den hauptsächlichen Errungenschaften des europäischen Einigungsprozesses gezählt. Heute stellt sich aber nicht nur die Frage, ob dieser in Richtung auf verstärkten Nationalismus gefährdet sein könnte. Es ist vielmehr auch offen, ob Europa bei einer gelingenden Verstärkung der gemeinsamen Verteidigungs- und Sicherheitspolitik lediglich zu einer weiteren eigeninteressierten Großmacht auf globaler Ebene werden wird.

Muss Europa nicht auch in der Politik gegenüber Staaten, die der europäischen Friedensordnung nicht angehören, den Prinzipien folgen, die sich als so segensreich für Europa erwiesen haben? Der Referent versucht, Antworten anhand historischer Überlegungen näher zu kommen.

Hans Joas ist Professor an der Berliner Humboldt-Universität. Regelmäßig lehrt er auch an der renommierten University of Chicago. Er hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, so 2015 den Max-Planck-Forschungspreis.

Vortrag im Live-Stream

Plätze frei ONLINE: Auguste Viktoria - Deutschlands letzte Kaiserin (W21-1K610)

Mi. 10.03.2021 17:30 - 19:00 Uhr
Dozent: Jörg Kirschstein

Im April 2021 jährt sich der Todestag der letzten deutschen Kaiserin Auguste Viktoria (1858 - 1921) zum 100. Mal. Als Gemahlin Kaiser Wilhelms II. war sie für Jahrzehnte, von 1888 bis 1918, die erste Dame im Staat. Auguste Viktoria erfreute sich im Volk durch ihr ausgeprägtes karitatives Engagement und ihrem - nach den damaligen Maßstäben - vorbildlichen Familienleben einer großen Beliebtheit. In dieser Zeit förderte sie den Bau von zahlreichen Kirchen und sozialen Einrichtungen. Im Laufe ihrer Ehe entwickelte sie sich von einem schüchternen "Landmädel" zu einer starken Persönlichkeit, die es vermochte, dem Kaiser, besonders in seiner ausweglosen Situation während des Ersten Weltkrieges, Halt zu geben.

Anmeldung möglich Sklaverei: Eine globale Perspektive (W21-1A624D)

Vortrag im Live-Stream

Mi. 24.03.2021 19:30 - 21:00 Uhr
Dozent: Prof. Dr. Andreas Eckert

Neben Familie und Religion gehört Sklaverei zu den wohl am weitesten verbreiteten sozialen Phänomenen der Menschheitsgeschichte. Während Sklaverei typischerweise vor allem mit der Plantagensklaverei in den amerikanischen Südstaaten verbunden wird, verbergen sich hinter diesem Begriff eine Vielzahl von Konstellationen, Praktiken und Abhängigkeitsverhältnissen.

Sklaverei fand sich in vielen Teilen der Welt und zu allen Zeiten und sie ist bis heute nicht vorbei. Vor diesem Hintergrund zeichnet der Vortrag an einigen Beispielen die Geschichte der Sklaverei von der Antike bis ins 21. Jahrhundert nach.

Prof. Dr. Andreas Eckert ist Historiker und Afrikawissenschaftler an der Humboldt Universität Berlin.
2007 war er Gastprofessor an der Harvard University.

Vortrag im Live-Stream

Plätze frei Justizskandale in der DDR (W21-1A307)

Do. 25.03.2021 17:30 - 19:00 Uhr
Dozentin: Tanja Stern

Die DDR-Justiz galt explizit als Instrument des politischen Systems und hatte in dessen Dienst zu funktionieren. Berüchtigt waren die großen Schauprozesse gegen Volksfeinde oder Westspione, die besonders in den frühen Jahren der DDR die Macht des Sozialismus demonstrieren sollten. Doch es gab auch streng geheime Justizverfahren und Willkürurteile, die man selbst den nächsten Angehörigen der Opfer verschwieg. An ausgewählten Beispielen wird in diesem Vortrag dargelegt, wie unter dem Druck des staatlichen Gebots, die Feinde des Sozialismus so drakonisch wie möglich zu bestrafen, die Gerechtigkeit auf der Strecke blieb.

Plätze frei Von der ersten Klappe zur UNESCO-City of Film (W21-1B510)

Einführungsvortrag

Do. 15.04.2021 17:30 - 20:45 Uhr
Dozent: Sebastian Stielke

Ende 2019 hat die UNESCO in Paris die Landeshauptstadt Potsdam in das "Creative Cities Network" aufgenommen. Damit ist Potsdam die erste und einzige UNESCO-Filmstadt in Deutschland. Nationale und internationale Filme und Serien sowie vernetze Kooperationen und Erfindungen kommen immer häufiger aus Potsdam.
In diesem Einführungsvortrag geht es um die spannende Entwicklung von der ersten Klappe in Babelsberg über die Unternehmen Bioscop, Ufa und DEFA bis zum heutigen Studio Babelsberg in der Medienstadt und der Bedeutung Potsdams als "City of Film". Freuen Sie sich auf bewegende Geschichten und Anekdoten sowie bahnbrechende Erfindungen aus Potsdam.

Plätze frei Auf den Spuren der Vorfahren (W21-1A417)

Eine Einführung in die Ahnenforschung

Fr. 16.04.2021 (16:30 - 18:00 Uhr) - Fr. 23.04.2021
Dozent: Dr. Johannes Leicht

Wer waren meine Urgroßeltern? Und wo lebten deren Eltern und Großeltern? Familiengeschichtliche Forschungen haben wieder Konjunktur. In diesem Einsteigerkurs erlernen Sie geeignete Arbeitsmethoden zur selbstständigen Ahnenforschung und nützliches Handwerkszeug für erfolgreiche Recherchen. Sie lernen die wichtigsten genealogischen Quellen sowie ihre digitale oder analoge Benutzung kennen. Auch wer seine Ergebnisse sachgerecht sichern und ansprechend präsentieren können möchte, ist hier richtig.

Anmeldung möglich König Friedrich Wilhelm I. und der preußische Mythos (F21-1A721D)

Vortrag im Live-Stream

Mi. 21.04.2021 19:30 - 21:00 Uhr
Dozentin: Prof. Barbara Stollberg-Rilinger

Friedrich Wilhelm I. von Preußen, der "Soldatenkönig" (1688-1740), traumatisierte seinen Sohn, verprügelte seine Töchter, demütigte seine Beamten, verabscheute die Gelehrten, verachtete den Adel, verspottete die Frauen, war legendär geizig und detailversessen, rauchte, trank, fluchte und tobte, hielt aber peinlich auf Sauberkeit, Drill und strengste Frömmigkeit. Mit seinem bizarren Verhalten desavouierte er sämtliche Normen und Werte seiner Zeit. Im preußisch-deutschen Nationalmythos des 19. und 20. Jahrhunderts gilt er dagegen, für manche noch heute, als "Erzieher des deutschen Volkes zum Preußentum". Im Vortrag möchte ich zwei Fragen nachgehen: erstens, wie die Betroffenen damals mit dem Tyrannen umgingen, und zweitens, wie der extreme Deutungswandel zu erklären ist.

Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger ist Historikerin und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Sie ist vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Vortrag im Live-Stream

Plätze frei Babelsberg schreibt Filmgeschichte (F21-1B721)

Mi. 21.04.2021 (18:00 - 20:30 Uhr) - So. 25.04.2021
Dozent: Sebastian Stielke

Sie haben den Einführungsvortrag besucht und wollen tiefer in die Thematik eintauchen? Dann ist diese dreiteilige Veranstaltungsreihe für Sie richtig. Sie erfahren viele Hintergründe aus der über 100-jährigen Filmgeschichte des ältesten Filmstudios der Welt und über die frisch gekürte "City of Film Potsdam".

Mittwoch 21.04.2021, 18:00 - 20:15 Uhr
Besuch der ständigen Ausstellung "Traumfabrik. 100 Jahre Film in Babelsberg" im Filmmuseum. Mit zahlreichen Geschichten und überraschenden Hintergründen tauchen Sie interaktiv und anhand vieler Originalteile in die wechselvollen Zeiten des Babelsberger Filmgeländes ein.
Veranstaltungsort: Filmmuseum Potsdam, Treffpunkt Foyer/Kassenbereich (Breite Straße 1a)
Eintritt in die Ausstellung: 3,00 Euro bar vor Ort

Samstag, 24.04.2021, 10:00 - 12:15 Uhr
Führung durch die Medienstadt Babelsberg: Sie lernen die Unterschiede zwischen Studio Babelsberg, Filmpark Babelsberg und weiteren Institutionen kennen und erfahren Details zur Historie und Zukunft des Films "Made in Babelsberg", der Medienstadt und dem Digital Hub.
Treffpunkt: Babelsberg, Kreuzung Stahnsdorfer Straße /Ecke August-Bebel-Straße

Sonntag, 25.04.2021, 10:00 - 12:15 Uhr
Bei einem Besuch des Viertels der Stars und Sternchen, der Villenkolonie Neubabelsberg, erfahren Sie alles über deren Entwicklung, Architektur, berühmte Namen und Geschehnisse aus Film, Wirtschaft, Politik, Architektur und Kultur und die "City of Film Potsdam".
Treffpunkt: Bahnhof Griebnitzsee, Ausgang Wasserseite/Vorplatz Rudolf-Breitscheid-Straße 201

Anmeldung möglich Potsdamer Konferenz 1945. Die Neuordnung der Welt (F21-1A206)

Kuratorenführung im Schloss Cecilienhof

Fr. 23.04.2021 16:00 - 18:00 Uhr
Dozent: Matthias Simmich

Im Sommer 1945 wurde im Schloss Cecilienhof Weltgeschichte geschrieben: Auf der Potsdamer Konferenz vom 17. Juli bis zum 2. August berieten die Vertreter der Siegermächte Truman, Stalin und Churchill (später Attlee) über die Zukunft Deutschlands und diskutierten die territoriale Neuordnung in Europa und der Welt. Der in Potsdam beschlossene Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki zur Beendigung des Pazifikkrieges leitete das atomare Wettrüsten und den Beginn des Atomzeitalters ein. Vor dem Hintergrund des einsetzenden "Kalten Krieges" wurden Einflusszonen zwischen Ost und West abgesteckt, die auch nach 75 Jahren die Welt von heute prägen.
Sie erhalten einen Einblick in die Konzeption und Gestaltung der Ausstellung und bekommen Hintergrundinformationen zu Exponaten und Personen.

Anmeldung möglich Anspruch auf heiligen Boden: Der israelisch-palästinensische Konflikt um den Tem (F21-1A728D)

Vortrag im Live-Stream

Mi. 28.04.2021 19:30 - 21:00 Uhr
Dozent: Dr. Joseph Croitoru

Auf dem Tempelberg stand einst der jüdische Tempel, der von Babyloniern und nach seiner Wiedererrichtung von den Römern zerstört wurde. Später errichteten dort die Muslime zwei Moscheen, der Ort wurde zum drittwichtigsten Heiligtum des Islam. Unter der islamischen Herrschaft war es den Juden - anders als in byzantinischer Zeit - erlaubt, an der Klagemauer zu beten. Um die damit verbundenen Auflagen entzündete sich in spätosmanischer Zeit ein Streit, der unter der britischen Mandatsherrschaft eskalierte. Schon damals kam es zu Gewalt von arabischer Seite, wo Mufti al-Husseini das Gerücht verbreitete, die Juden beabsichtigten, die Moscheen zu zerstören, um ihren Tempel wieder zu errichten. Für religiöse Juden war das Betreten des Tempelberg-Plateaus lange tabu. Nun aber pilgern sie in immer größerer Zahl auf den Berg und fordern, auf dem Moscheen-Areal beten und sogar eine Synagoge bauen zu dürfen. Die Palästinenser fühlen sich zunehmend provoziert, zumal die jüdischen Eiferer durch ranghohe rechtsgerichtete israelische Politiker unterstützt werden. Auf den palästinensischen Widerstand reagiert Israel mit immer rigiderer Kontrolle.

Dr. Joseph Croitoru ist Historiker und Journalist. Langjähriger Autor der Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Neuen Zürcher Zeitung mit den Schwerpunkten Nahost und Osteuropa, schreibt er u.a. für Spiegel, die Süddeutsche Zeitung und die taz.

Vortrag im Live-Stream

Plätze frei Geschichte(n) hinter Straßennamen und "FrauenOrten" (F21-1B806)

Do. 06.05.2021 17:30 - 19:45 Uhr
Dozentin: Dörthe Kuhlmey

Die Namensgebung rund um den Alten Markt sorgte im Herbst 2019 für Aufsehen, Diskussion und Entscheidungsfindung! Wer waren die politisch engagierten Frauen, nach denen jetzt Straßen benannt werden?
Ein ganzes Stadtviertel hat sie bereits: Richarda Huch, Nelly Sachs, Marie Juchacz sind als Straßennamen im Kirchsteigfeld fest verankert. Wir beleuchten diese bedeutenden Persönlichkeiten und laufen gemeinsam los, um Frauenschicksale im Potsdamer Innenstadtbild kennenzulernen - eine Zeitreise der besonderen Art! Oft werden diese Orte übersehen oder liegen im Verborgenen. Durch viel persönliches Engagement wurden sie vor zehn Jahren erstmals durch "FrauenOrte"-Tafeln im Land Brandenburg sichtbar und erlebbar gemacht. Von der Seidenkultivateurin bis hin zur Stifterin des ersten Schwimmbades von Potsdam findet sich viel Spannendes, Nachdenkenswertes und Anregendes für Frauen (und Männer)! Die Veranstaltung startet mit einem kleinen Vortrag, dann geht es mit einem Stadtspaziergang weiter.

Plätze frei Potsdam für Einsteiger (W21-1B304)

Eine Reihe für "neue" und "alte" Potsdamer

Fr. 28.05.2021 (17:30 - 20:45 Uhr) - So. 06.06.2021
Dozentin: Birgit Ritschel

Sind Sie erst vor Kurzem nach Potsdam gezogen oder haben endlich die Gelegenheit, sich mit Ihrer Heimatstadt näher vertraut zu machen? Dann sind Sie in diesem fünfteiligen Kurs genau richtig!
Hier finden Sie die Antworten darauf, in welchen Schritten sich die Stadt entwickelt hat und wie die Hohenzollern sie beeinflussten. Sie erfahren, warum es in Potsdams Innenstadt auffällig breite Straßen und großzügige Freiflächen gibt oder warum die heutige Flaniermeile nicht das historische Zentrum ist. Aber auch die spannende Geschichte der Vorstädte kommt nicht zu kurz. Es wird erzählt, wie aus Obst- und Gemüseanbaugebieten vornehme Villenviertel entstanden, wann der südamerikanische Chimborazo einem Potsdamer Berg seinen Namen gab und was der Engländer John Barnett Humphrey mit dem Kulturstandort Schiffbauergasse zu tun hat.
Passend zur Jahreszeit werden im Dezember zusätzlich Weihnachtsgeschichten vom königlichen Hof und aus dem Potsdamer Alltag erzählt.

04.12.2020 / 17:30 - 20:45 Uhr / VHS im Bildungsforum
05.12.2021 / 10:00 - 12:15 Uhr / Treff: Obelisk Alter Markt
06.122020 / 10:00 - 12:15 Uhr / Treff: Schloss Cecilienhof
11.12.2020 / 17:30 - 20:45 Uhr / VHS im Bildungsforum
12.12.2020 / 10:00 - 12:15 Uhr / Wasserturm Restaurant am Hauptbahnhof/Friedrich-Engels-Straße

28.05.2021 / 17:30 - 20:45 Uhr / VHS im Bildungsforum
29.05.2021 / 10:00 - 12:15 Uhr / Treff: Obelisk Alter Markt
04.06.2021 / 10:00 - 12:15 Uhr / VHS im Bildungsforum
05.06.2021 / 17:30 - 20:45 Uhr / Treff: Schloss Cecilienhof
06.06.2021 / 10:00 - 12:15 Uhr / Wasserturm Restaurant am Hauptbahnhof / Friedrich-Engels-Straße