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Starke Frauen

Plätze frei Frauen: Die oft unsichtbare Mehrheit (H20-1K204)

Mi. 04.11.2020 17:30 - 19:00 Uhr
Dozentin: Michaela Burkard

Freiräume für Frauen und Mädchen zu schaffen sowie gegen Sexismus und Gewalt an Frauen in der Gesellschaft einzutreten, sind zentrale Aufgaben des Autonomen Frauenzentrums Potsdam e.V. Neben dem Frauenzentrum selbst betreibt der Verein in Potsdam ein Frauenhaus, eine Frauennotwohnung, eine Beratungsstelle und einen Mädchentreff; alle diese Bereiche wirken auch politisch in die Stadt hinein. Wie dringend brauchen wir heute noch diese frauenpolitische Arbeit? Wie sieht es mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen in Potsdam aus und warum sind Frauen, obwohl sie zahlenmäßig in der Mehrheit sind, oft so wenig sichtbar? In diesem Vortrag mit Diskussion erfahren Sie mehr über die Arbeit des Frauenzentrums und die Situation von Frauen in Potsdam. Außerdem erfahren Sie, warum ein Frauenhaus nicht nur ein Ort für Opfer von Gewalt, sondern auch für starke Frauen ist.

Plätze frei Identitätsfindung für Frauen (H20-1K221)

Sa. 21.11.2020 10:00 - 13:15 Uhr
Dozentin: Michaela Burkard

Wo stehe ich und wo will ich hin? Was bedeuten für mich Glück und Erfolg? Mit diesen Fragen beschäftigen sich viele Frauen aller Altersgruppen. In diesem Workshop geht es darum, die eigene Position in der Gesellschaft näher zu betrachten. Gemeinsam wollen wir untersuchen, wie sich Rollenerwartungen auf uns auswirken und wie wir diese oft selbst weitertragen. Durch das Sichtbarmachen und Reflektieren meist unbewusster Annahmen und Erwartungen wollen wir dazu kommen, uns in unserer Vielfalt und Verschiedenheit mehr anzuerkennen und wertzuschätzen. Kein Weg ist vorgegeben und auf der Suche nach sich selbst können wir uns gegenseitig unterstützen. So kann jede individuell herausfinden, was im Leben wirklich wichtig ist. Anregungen gibt es dafür von einer Mitarbeiterin des Frauenzentrums Potsdam e.V.

Plätze frei Amalie Dietrich - Botanikerin, Zoologin und Forschungsreisende (W21-1K428)

Do. 28.01.2021 17:30 - 19:00 Uhr
Dozentin: Tanja Stern

Concordia Amalie Dietrich (1821 - 1891) war eine bedeutende deutsche Naturforscherin und Forschungsreisende des 19. Jahrhunderts. Sie schaffte es, sich trotz dürftigster Schulbildung autodidaktisch fortzubilden und hochzuarbeiten. Die sächsische Botanikerin unternahm zu Fuß weite Reisen durch Deutschland und Österreich und wurde als erste Frau zur Forschungsarbeit nach Australien entsandt, wo sie mehrere neue Insekten- und Pflanzenarten entdeckte. Doch so erfolgreich sie im Beruf auch war, ihre Familie zerbrach an den Belastungen, die damit verbunden waren. Erfahren Sie mehr über den steinigen Weg dieser klugen und neugierigen Frau.

Plätze frei Freimaurerinnen in Deutschland (W21-1K518)

Do. 18.02.2021 17:30 - 19:00 Uhr
Dozentin: Charlotte Berndt

Mit der Gründung von Frauenlogen haben Frauen seit 1949 in Deutschland die Tradition freimaurerischen Arbeitens übernommen. Inzwischen gibt es mehr als 600 Freimaurerinnen in 29 Logen. Ein aufgeklärtes Denken und Handeln, Weltoffenheit, Toleranz, eine gute Diskussionskultur und die Freude an menschlichen Begegnungen und geistigen Auseinandersetzungen spielen in den Logen eine wichtige Rolle. Im Jahr 2012 wurde die erste Frauenloge auf dem Gebiet der ehemaligen DDR in Potsdam gegründet. Lassen Sie sich aus erster Hand von den engagierten Mitgliedern und der "Meisterin vom Stuhl" der Potsdamer Freimaurerinnenloge "Märkisches Mosaik" etwas über die Geschichte, Inhalte, Ziele der Loge sowie über Rituale und deren Bedeutung erzählen.

Plätze frei Auguste Victoria - Deutschlands letzte Kaiserin (W21-1K610)

Mi. 10.03.2021 17:30 - 19:00 Uhr
Dozent: Jörg Kirschstein

Im April 2021 jährt sich der Todestag der letzten deutschen Kaiserin Auguste Victoria (1858 - 1921) zum 100. Mal. Als Gemahlin Kaiser Wilhelms II. war sie für Jahrzehnte, von 1888 bis 1918, die erste Dame im Staat. Auguste Victoria erfreute sich im Volk durch ihr ausgeprägtes karitatives Engagement und ihrem - nach den damaligen Maßstäben - vorbildlichen Familienleben einer großen Beliebtheit. In dieser Zeit förderte sie den Bau von zahlreichen Kirchen und sozialen Einrichtungen. Im Laufe ihrer Ehe entwickelte sie sich von einem schüchternen "Landmädel" zu einer starken Persönlichkeit, die es vermochte, dem Kaiser, besonders in seiner ausweglosen Situation während des Ersten Weltkrieges, Halt zu geben.

Plätze frei Weibsbilder - Simone de Beauvoir zum "Zweiten Geschlecht" (F21-1K729)

Do. 29.04.2021 17:30 - 19:00 Uhr
Dozentin: Dr. Marie-Luise Raters

"Man wird zur Frau nicht geboren, sondern gemacht" - dieser berühmter Satz aus dem Buch "Le Deuxième Sexe" der französischen Philosophin Simone de Beauvoir lautet seltsam an, weil wir doch offensichtlich alle mit körperlichen Geschlechtsmerkmalen zur Welt kommen, wenngleich uns diese auch nicht immer eindeutig einem bestimmten Geschlecht zuweisen mögen. Der Vortrag skizziert die Grundgedanken des Buches von Simone de Beauvoirs vor dem Hintergrund der Philosophie von Jean-Paul Sartre, der modernen feministischen Philosophie und der Biografie der französischen Philosophin. Ist Beauvoirs kritischer Blick auf die Zweiteilung der Geschlechter heute noch gültig? Das wird zu diskutieren sein.
Appl. Prof. Dr. Marie-Luise Raters lehrt an der Universität Potsdam Philosophie und Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde.

Plätze frei Geschichte(n) hinter Straßennamen und "FrauenOrten" (F21-1B806)

Do. 06.05.2021 17:30 - 19:45 Uhr
Dozentin: Dörthe Kuhlmey

Die Namensgebung rund um den Alten Markt sorgte im Herbst 2019 für Aufsehen, Diskussion und Entscheidungsfindung! Wer waren die politisch engagierten Frauen, nach denen jetzt Straßen benannt werden?
Ein ganzes Stadtviertel hat sie bereits: Richarda Huch, Nelly Sachs, Marie Juchacz sind als Straßennamen im Kirchsteigfeld fest verankert. Wir beleuchten diese bedeutenden Persönlichkeiten und laufen gemeinsam los, um Frauenschicksale im Potsdamer Innenstadtbild kennenzulernen - eine Zeitreise der besonderen Art! Oft werden diese Orte übersehen oder liegen im Verborgenen. Durch viel persönliches Engagement wurden sie vor zehn Jahren erstmals durch "FrauenOrte"-Tafeln im Land Brandenburg sichtbar und erlebbar gemacht. Von der Seidenkultivateurin bis hin zur Stifterin des ersten Schwimmbades von Potsdam findet sich viel Spannendes, Nachdenkenswertes und Anregendes für Frauen (und Männer)! Die Veranstaltung startet mit einem kleinen Vortrag, dann geht es mit einem Stadtspaziergang weiter.