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Schon vor 50 Jahren kämpfte Afrika um seine Kunst, die während der Kolonialzeit massenweise in europäische Museen gelangt war. Das fand durchaus Unterstützung im Westen. Am Ende war der Kampf nicht nur vergebens, er wurde auch erfolgreich vergessen gemacht. Die Argumente aber, mit denen bereits damals versucht wurde, die Forderungen aus Afrika zu entkräften und Lösungen zu verhindern, ähneln auf frappierende Weise denen von heute.

Prof. Bénédicte Savoy ist Professorin für Kunstgeschichte an der TU Berlin und am Collège de France in Paris. 2016 erhielt sie den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sie hat vielfältig zu Kunstraub und Beutekunst geforscht und ist eine der prominentesten Stimmen in der Debatte um die Rückgabe geraubter Kulturgüter in westlichen Sammlungen.

Arno Bertina ist Autor von Romanen, Essays und Radiofeatures, in denen er häufig zeitgeschichtliche Themen aufgreift. So behandelt er in dem von Bénédicte Savoy ins Deutsche übersetzten Buch "Mona Lisa in Bangoulap: Die Fabel vom Weltmuseum" (Matthes & Seitz 2016) ebenso spielerisch wie geistreich die Widersprüche der Museumsarbeit in der postkolonialen Weltgesellschaft.

Das Gespräch wird moderiert von Michaela Wiegel, politische Korrespondentin der FAZ für Frankreich.
Die Veranstaltung findet in französischer Sprache in Kooperation mit dem Goethe-Institut Paris und der Heinrich Böll Stiftung Paris statt.

Die nötigen Zugangsdaten erhalten Sie von uns nach der Anmeldung.


Kosten

0,00 € (keine Ermäßigung möglich)


Termin

Di. 18.05.2021, 19:30 - 21:00 Uhr


Kursort


Dozent/in

Datum Zeit Straße Ort
Di. 18.05.2021 19:30 - 21:00 Uhr   Live-Stream