Bildungsfreistellung wird in der Umgangssprache oft Bildungsurlaub genannt. Gemeint ist die Möglichkeit für abhängig Beschäftigte, sich weiterzubilden und somit neue Impulse für das Arbeits- und Alltagsleben zu bekommen. Sie ist ein Rechtsanspruch aller Beschäftigten gegenüber ihren Arbeitgebern, um an anerkannten Veranstaltungen der beruflichen, kulturellen oder politischen Weiterbildung teilzunehmen. Die Teilnahme ist während der Arbeitszeit möglich, der Lohn wird währenddessen fortgezahlt.

Dieser Rechtsanspruch ist in der Verfassung des Landes Brandenburg (Art. 33, Abs. 2) und im Brandenburgischen Weiterbildungsgesetz (§17, Abs. 3) verankert.

Der Freistellungsanspruch beträgt in der Regel 10 Arbeitstage in einem Zeitraum von zwei Kalenderjahren. Der Anspruch verringert sich aber, wenn regelmäßig an weniger als 5 Arbeitstagen pro Woche gearbeitet wird. Die Freistellung ist gegenüber dem Arbeitgeber schriftlich zu beantragen und zwar so frühzeitig wie möglich, spätestens jedoch 6 Wochen vor Beginn der Freistellung. Ein entsprechendes Formblatt erhält der Beschäftigte von der Weiterbildungseinrichtung.

Quellen: Verfassung des Landes Brandenburg, Art. 33, Abs. 2; Brandenburgisches Weiterbildungsgesetz, § 17, Abs. 3

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